Erdbeben nähe Zürich 11.02.2012

Am 11.02.2012 um c.a 23.45 wurde die Region Zürich von einem leichten aber deutlich spürbaren Erdstoß welcher 1-2 Sekunden andauerte erschüttert. Das Beben war bis nach Deutschland Wiesental/Schopfheim gut spürbar.

Die Website des Schweizer Erdbebendienstes sowie des Landeserdbebendienst Baden-Württemberg sind überlastet, genauere Informationen zum Epizentrum, stärke sowie Tiefe des Bebens sind dort verfügbar.

Laut dem Landeserdbebendienst Baden-Württemberg fand das Erdbeben in Zug/Schwyz/Switzerland/Zuger See mit einer Magnitude von 4.0 statt  die Tiefe des Bebenzentrums ist noch nicht verfügbar. Der Schweizer Erdbebendienst vermeldet eine Magnitude von 4.2 in einer Tiefe von 32.0 km das Zentrum lag in der Nähe von Oberwil bei Zug. Details: http://www.seismo.ethz.ch/eq/latest/eq_detail_ch/index?id=smi:ch.ethz.sed/KP201202112245.MANULOC/20120211231517/origin/1

Karte mit eingezeichnetem Epizentrum ist verfügbar: http://www.lgrb.uni-freiburg.de/led_pool/images/120211_2245.map.pdf

siehe:

http://www.lgrb.uni-freiburg.de/led_pool/led_2_1.htm

http://www.seismo.ethz.ch/index

http://www.zamg.ac.at/geophysik/bebenkarte/quakes/2012042_evid52431195/evid52431195.html.de.utf8#prefor

 

Solch ein Beben ist nichts  außergewöhnliches, in der Region des Oberrheingrabens aber auch im Mittelland bis hin zu den Alpen können Erdbeben auftreten. Man denke nur an das große Basler Erdbeben von 1356 http://www.altbasel.ch/dossier/erdbeben.html oder http://de.wikipedia.org/wiki/Basler_Erdbeben_1356 auch aus römischer Zeit sind Erdbeben erwiesen, so gehen Archäologen davon aus das die östlich von Basel gelegene römische Kolonie Augusta Raurica um 250 n. Chr von einem schweren Beben zerstört wurde. (http://www.augustaraurica.ch/glossar/e/erdbeben.htm). Auch heute besteht in der Region noch ein erhöhtes Risiko da vor allem viele alte Gebäude nicht erdbebensicher gebaut sind. Ein gewisses Risiko geht auch von den rund um Basel angesiedelten Chemiefabriken aus, im Falle eines starken erdbebens könnten Chemikalien auslaufen und in den Rhein gelangen. Die größte Gefahr droht jedoch falls Atomkraftwerke wie das veraltete französische AKW Fessenheim beschädigt werden und es zum Austritt radioaktiver Substanzen kommt.

Historische Quellen berichten das es 1601 nach einem durch ein Erdbeben ausgelösten Erdrutsch im Vierwaldstättersee sogar ein Tsunami entstanden ist(siehe:http://www.es.ucsc.edu/~ward/papers/Lucerne.pdf)

Trotzdem gibt es keinen Grund in Panik zu verfallen kleinere Erdbeben finden in der Region regelmäßig alle 1-3 Jahre statt, größere Katastrophen jedoch nur alle tausend Jahre. Trotzdem wäre es schön, wenn bald Technologien verfügbar wären, die die Vorhersage von Erdbeben zuverlässig ermöglichen und somit das Risiko und die gefühlte Unsicherheit minimieren, würden.

 

Weitere Infos:

Erdbeben Risiokokarte der Schweiz:

http://www.earthquake.ethz.ch/research/Swiss_Hazard/Maps_plots/Hazard_Maps/hazard_map.pdf

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